Ritterturnier 2010
Zum Ritterturnier auf Burg Königstein sind natürliche alle eingeladen und herzlich Willkommen. Auf zwei Besucher hätten wir aber verzichten können: Bonifatius und die Kalte Sophie, im Volksmund auch "Eisheilige" genannt. Sie bescherten uns kühles Wetter, was aber wohl niemanden davon abhielt, auf die Burg zu pilgern. Nur am Freitag war der Besucherstrom wie immer etwas mäßig, was aber die Besonderheit und Gemütlichkeit des Eröffnungsabends ausmacht.
An allen Tagen lud der Mittelaltermarkt zum gemütlichen Bummeln ein. Ob Ritterausrüstungen für Groß oder Klein, Gewänder für die Edeldamen oder praktische Ausstattung für das Haus und Hof gab es viel nützliche und interessante Dinge zu bestaunen und zu erwerben.
Auch kulinarisch war für jeden etwas zu finden. Ob gegrilltes Spanferkel, Hanfbrote oder geräuchrte Forellen, es gab wohl niemanden, der hungrig oder durstig das Festgelände verlassen hat.
Die Höhepunkte des Wochenendes waren zweifelsohne die Ritterturniere. Wie in den vergangenen Jahren bekamen wir hierfür wieder die Unterstützung unserer befreundeten Rittergruppe aus Stetten bei Ulm: den Württemberger Rittern. Mit sieben Pferden und rund 50 Frauen und Männern machten sie sich auf die Reise, um in Königstein das mittelalterliche Turney lebendig werden zu lassen. In verschiedenen Exerzitien (Übungen) traten die Ritter zu Pferde gegeneinander an, um den Besten heraus zu finden. Da musste im vollen Galopp mit dem Schwert ein Kohlkopf zerteilt werden oder ein Speer auf einen mit Schild bewaffneten Mann am Boden geworfen werden. Bei der nächsten Übung war Schnelligkeit angesagt: Beim Ritt auf den "Roland" musste eine brennende Eisenkugel in Rotation versetzt werden, ohne dabei von der Kugel vom Pferd gestoßen zu werden. Beim abschließenden Tjost, dem Ritt mit der Lanze gegeneinander, stellte sich schlussendlich heraus, wer den Siegerkranz gewonnen hat. Denn auch wenn vieles natürlich einstudiert ist, gewinnen tut bei jedem Turnier stets der Beste. Mit dem Ritt durchs Feuer bewiesen zum Schluß auch die Pferde ihr Vertrauen zu ihrem Reiter.
Am Samstagabend bereitete der Feuerzauberer Hermelin noch ein traumhaftes Bodenfeuerwerk.
Zwischendurch wurde das Publikum unterhalten von Musiker, Gauklern und Feuerjongleuren. Die Kinder konnten ihre ritterlichen Geschicklichkeiten beim Bogenschießen oder beim Kinderritterturnier messen, außerdem gab es die Möglichkeit, Körbchen zu flechten und Specksteinfiguren zu schnitzen.
Als gemeinnütziger Verein verfolgen wir als Veranstalter keine wirtschaftlichen Interessen. Die Überschüsse, die durch das Ritterturnier erwirtschaftet werden, werden u.a. für die Erhaltung der Burgruine Königstein verwendet. Auch der Euro für das Kinderritterturnier sowie für das Bogenschießen werden gespendet, die Einnahmen gehen stets an Einrichtung die Kindern hilft. Für das letzte Jahr ging die Spende von 1.000 Euro an Bärenherz e.V (Mainz), für dieses Jahr möchten wir eine Einrichtung in Königstein unterstützen. Nähres hierzu auf unserer Homepage.